Babice u Rosic

Babice u Rosic

Gemeindeamt

Náves 14
664 84, Babice u Rosic
Tel.: +420 546 431 739
Fax: +420 546 431 739
E-mail: info@babiceurosic.cz
Web: www.babiceurosic.cz

Geschichte und Gegenwart

Die älteste Erwähnung des Ortes stammt aus dem Jahre 1228, als König Přemysl Otakar I. die Gründung des Zisterzienserinnenklosters in Oslavany am Ort des heutigen Schlosses besiegelte. Zum Kloster Oslavany gehörte Babice bis 1307, als den Ort das Kloster Sedlec bei Kutná Hora kaufte. Später hatte der Ort noch verschiedene weitere Besitzer, bis er schließlich an Rosice fiel. Ab 1560 gehörte die gesamte Herrschaft von Rosice Johann dem Älteren von Žerotín und später Karl dem Älteren von Žerotín, der sie 1628 an Albrecht von Wallenstein verkaufte. Insgesamt hatte Babice als Teil der Herrschaft Rosice im Laufe der Jahrhunderte rund 20 verschiedene Besitzer.

Haupteinkunftsquelle war für die Einwohner von Babice von jeher die Landwirtschaft. Die ursprünglichen Bauernhäuser bilden einen hufeisenförmigen Dorfanger, dessen Grundriß bis heute erkennbar ist. Nachdem in der Umgebung Steinkohlevorkommen entdeckt wurden, begann die Einwohnerzahl des Ortes zu Beginn des 19. Jahrhunderts mit der Ausweitung des Bergbaus zu wachsen. Aus dem reinen Bauerndorf wurde die Gemeinde mit der größten Zahl an Bergleuten und Grubenschlossern in der Region.

Die Kohle wurde ursprünglich manuell von der Oberfläche aus abgebaut und mit Winden aus einer Tiefe von 25–45 Metern gefördert. Der sogenannte Erbstollen führte von Zastávka in südlicher Richtung bis zum Wald Skříňka bei Babice, und an ihn wurden 7 weitere Stollen angeschlossen. Da diese Art der Kohleförderung sehr aufwendig und unwirtschaftlich war, wurde 1856 in der Nähe des Ortes die Grube Ferdinand mit einer Dampfmaschine eröffnet. Die genannten Stollen und Schächten wurden zwar alle schon vor vielen Jahren aufgegeben, doch noch heute sind im Wald Bodenabsenkungen oder aufgeschüttete Halden zu erkennen, die an die wirtschaftliche Blütezeit der hiesigen Gegend erinnern.

Bedeutende Denkmäler

Kapelle des hl. Antonius von Padua
Ursprünglich stand im Ort nach mündlichen Überlieferungen ein kleines Glockentürmchen mit gemauertem Unterbau und einem hölzernen oberen Teil, in dem die Glocke hing. Vor dem Türmchen standen zwei Linden, die wir hier noch heute finden. Im Jahr 1863 wurde anstelle des alten Glockentürmchens eine Kapelle erbaut, die ursprünglich zwei Glocken besaß, welche jedoch während des Zweiten Weltkriegs beschlagnahmt wurden, da ihr Metall für Kanonen gebraucht wurde. Heute hängt in der Kapelle nur eine kleinere Glocke aus dem Jahr 1943. 1925 mußte das baufällige Schindeldach des Turms erneuert werden. Der einstige Zwiebelturm erhielt eine hohe Spitze, die mit Blech verkleidet wurde.




Kreuz zum Gedenken an den Abzug der napoleonische Armee
Die hiesige Gegend litt sehr unter den Napoleonischen Kriegen. Nachdem Kaiser Franz I. im Jahr 1805 wegen der Besetzung Wiens nach Brünn geflohen war, begannen sich in der Umgebung dieser Stadt die österreichischen und russischen Heere zu konzentrieren, und unmittelbar darauf folgte auch die Armee Napoleons. Die ersten französischen Einheiten erschienen in Babice am 19. November 1805, und schon am nächsten Tag zog Kaiser Napoleon selbst mit seiner Garde durch das Brünner Tor. Zur Erinnerung an den Abzug der französischen Truppen ließen die Dorfbewohner später an der Straße nach Rosice ein Gedenkkreuz aufrichten. In das Denkmal sind die Namen der damaligen Ratsherren von Babice eingemeißelt. Im Jahr 1882 wurde bei dem Kreuz zur Erinnerung an die Verlobung des Kronprinzen Rudolf ein Obstgarten mit Pflaumenbäumen angepflanzt. Entsprechend dem damaligen Beschluß der Gemeindeverwaltung erhielt der Garten den Namen „Rudolfsgarten“.




Grube Ferdinand
In nordwestlicher Richtung vom Ort befand sich die Grube Ferdinand, wo von 1862 bis 1955 Steinkohle gefördert wurde. Die größte Fördertiefe des Schachts betrug 794 Meter, und die Grube hatte 8 Sohlen. Vom Betrieb des Bergwerks zeugen erhaltene Reste der Förderanlagen und auch eine bis heute erkennbare Halde, deren Material auch zum Zuschütten der Grube im Jahr 1992 diente.



Gaststätten

Gasthaus und Bierstube
Náves 14
Tel.: +420 546 431 753

Kultureinrichtungen

Gasthaus und Bierstube
Náves 14
Tel.: +420 546 431 739

Veranstaltungen

Březen
• Retro zábava

Září
• Gulášfest

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